Profil zeigen im Netz

Runde drei des „Social-Media-Kanzlerduells“

Angela Merkel und Peer Steinbrück ernteten in den vergangenen Wochen in den Kommentarspalten reichweitenstarker Online-Medien und in einflussreichen Blogs überwiegend Kritik. Das zeigen die neuesten Ergebnisse des „Social-Media-Kanzlerduells“, das der europäische Medieninformations- und Research-Dienstleister UNICEPTA sowie das pr magazin in den sechs Monaten vor der Bundestagswahl durchführen. In der aktuellen Ausgabe hat die UNICEPTA auch den Facebook-Auftritt von Kanzlerin und Herausforderer in einem direkten Vergleich unter die Lupe genommen.

Merkel und Steinbrück stecken ein

Anders als in Runde zwei – in der der Herausforderer deutlich schlechter wegkam als die Bundeskanzlerin – war diesmal die Stimmung gegenüber beiden Kandidaten fast gleich kritisch: 52 Prozent der Einträge zu Steinbrück hatten im Zeitraum April / Mai eine negative Tonalität. Bei Merkel waren es 53 Prozent.

Die Kritik am SPD-Kandidaten konzentrierte sich auf dessen Aktivitäten in der „Digitalen Welt“. Merkel hingegen erhielt hier – neben der „Verkehrspolitik“ – am meisten Zustimmung. Einen Punktsieg konnte Steinbrück auf dem Feld „Soziale Gerechtigkeit“ verbuchen. Erstmalig im Kanzlerduell hat er sich bei diesem ur-sozialdemokratischen Thema profiliert. Merkel erhielt negatives Feedback auf ihre politischen Aussagen zum Arbeitsmarkt und zur Finanzmarktregulierung.

Twitter geht wieder an Merkel

Auf Twitter war die Bundeskanzlerin – wie in der vorhergehenden Runde – deutlich stärker im Gespräch als der Gegenkandidat. Das belegt das „Twitter-Barometer“, ein Bestandteil des Kanzlerduells. Es zeigt mit einem täglichen Online-Update und einer monatlichen Zusammenfassung, wie über die beiden Kandidaten „gesprochen“ wird.

Den stärksten Buzz lösten Merkels missbilligende Äußerung zu Uli Hoeneß, ihr überraschender Truppenbesuch in Afghanistan und ihre Papst-Audienz aus. Nur einmal überflügelte Steinbrück die Kanzlerin: In der Debatte um Uli Hoeneß zog er in der Talkshow „Günther Jauch“ am 28. April 2013 gegen Steuerbetrug zu Felde.

Wahlkampfwaffe Facebook?

Außerdem betrachten UNICEPTA und pr magazin in Runde drei des Kanzlerduells den Auftritt von Merkel und Steinbrück auf Facebook genauer. Soziale Netzwerke wie Facebook sind nach Twitter und Blogs die Online-Foren mit dem meisten Buzz. Zudem steigt laut dem Meinungsforschungsinstitut Forsa die Bedeutung der Plattform auch für den deutschen Wahlkampf.

Einen wirklich persönlichen Zugang zu den Kandidaten findet man auf ihren Facebook-Profilen nicht, sondern eher Postings, die auf klassische Infoseiten weiterleiten. Interessant wird es beim Gesprächskaufkommen: „Beim Facebook-Buzz steht das von Twitter bekannte Verhältnis auf dem Kopf“, hat Theres Essmann, Managing Director bei der UNICEPTA, beobachtet. Auffällig ist, dass Merkels Fangemeinde dort zwar über zehn Mal größer ist als die von Steinbrück (270.000 zu 24.000). Doch sein Facebook-Buzz lag zwischen Ende März und Mitte Mai fast immer bedeutend über dem der Kanzlerin.

Grafiken und Details zum „Social-Media-Kanzlerduell“ finden Sie in der Juni-Ausgabe des pr magazins und unter www.prmagazin.de/kanzlerduell

Alle Themen der Juni-Ausgabe:
www.prmagazin.de/aktuell/meldungen/details/das-aktuelle-heft-62013

Über UNICEPTA

Die UNICEPTA Medienanalyse GmbH ist ein führender globaler Dienstleister für Monitoring, Media Analysis, Research Competence und Communication Consulting. Rund 500 Spezialisten in Köln, Berlin, Stuttgart, Shanghai, Krakau und Washington, D.C. strukturieren 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche permanent den Newsflow. Die UNICEPTA bereitet hochrelevante Informationen aus Print- und Online-Medien, TV und Rundfunk sowie Social Media kurzfristig auf. Aus dieser täglichen Arbeit leitet sie vorstandsfähige Analysen und research-basierte Beratungen in Fragen der strategischen Kommunikation ab.

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