Merkel vor Steinbrück

Das Social-Media-Kanzlerduell von UNICEPTA und pr magazin geht in die zweite Runde

Bundeskanzlerin Angela Merkel hängt ihren Herausforderer Peer Steinbrück im Monat Mai gleich doppelt ab: Beim Gesprächaufkommen („Buzz“) liegt sie weiterhin vorne – und auch bei der Art und Weise, wie über sie gesprochen wird („Tonalität“), schneidet sie besser ab. Das hat die zweite Runde des Social-Media-Kanzlerduells ergeben. Im Rahmen seiner Kooperation mit dem pr magazin hat UNICEPTA, einer der führenden europäischen Medieninformations- und Research-Dienstleister, nicht nur die quantitative, sondern auch die qualitative Dimension der Beiträge in den Sozialen Medien im Blick.

Mit jeweils insgesamt elf Prozent positiven Beiträgen liegen Merkel und Steinbrück in den Kommentarspalten reichweitenstarker Online-Medien sowie in einflussreichen Blogs gleich auf. Doch bei den negativen Postings lasten mit insgesamt 67 Prozent zehn Prozentpunkte mehr auf dem Herausforderer.

Der Blick auf einzelne Themenfelder zeigt: Steinbrück schafft es weiterhin nicht, das (SPD-) Thema „Soziale Gerechtigkeit“ positiv zu besetzen. Dies gilt auch für das Feld „Verkehrspolitik“ – und das, obwohl Merkel lange Zeit negativ mit „Stuttgart 21“ in Verbindung gebracht wurde. Die Kanzlerin wiederum hat es schwer, sich beim Themenkomplex „Energie/Umwelt“ positiv zu profilieren. Daraus kann Steinbrück derzeit aber kein Kapital schlagen.

Auch im „Twitter-Barometer“, einem Bestandteil des „Kanzlerduells“, übertrumpft die Kanzlerin wie bereits im Vormonat ihren Herausforderer. Nur mit vier Anlässen löste Steinbrück mehr Twitter-Buzz aus als Merkel: mit seinem Plädoyer für getrennten Sportunterricht, mit seiner Reaktion im ARD-Morgenmagazin auf eine kritische Frage zum SPD-Wahlkampfslogan „Das Wir entscheidet“ („Hätte, hätte Fahrradkette!“), mit seinem Auftritt beim SPD-Parteitag in Augsburg („Kapitalismus bändigen“, „soziale Gerechtigkeit“) und mit dem Populismusvorwurf gegen die neue Partei Alternative für Deutschland (AfD).

„Anhand von Social-Media-Inhalten kann man keine repräsentativen Voraussagen für die Bundestagswahl machen“, schränkt Theres Essmann, Manging Director bei der UNICEPTA, ein. Denn die Gesamtbevölkerung und die Nutzer Sozialer Medien seien nicht deckungsgleich. Zu den spannenden Fragen des Kanzlerduells gehöre herauszufinden, inwieweit Rückschlüsse oder gar Prognosen möglich sind.


Twitter-Barometer online

Die Stimmung bei Twitter auf einen Blick: Verfolgen Sie tagesaktuell die Entwicklung beim „Twitter-Barometer“ von UNICEPTA und pr magazin. Es misst, wie viel über die beiden Kandidaten in dem Microblog „gesprochen“ wird. Gehen Sie auf http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/taegliches-twitter-barometer.html

Über UNICEPTA

Die UNICEPTA Medienanalyse GmbH ist ein führender globaler Dienstleister für Monitoring, Media Analysis, Research Competence und Communication Consulting. Rund 500 Spezialisten in Köln, Berlin, Stuttgart, Shanghai, Krakau und Washington, D.C. strukturieren 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche permanent den Newsflow. Die UNICEPTA bereitet hochrelevante Informationen aus Print- und Online-Medien, TV und Rundfunk sowie Social Media kurzfristig auf. Aus dieser täglichen Arbeit leitet sie vorstandsfähige Analysen und research-basierte Beratungen in Fragen der strategischen Kommunikation ab.

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