18

okt

2021

News

Bundesbahn-Chef Vincent Ducrot gewinnt CEO-Image-Ranking zum dritten Mal in Folge

  • Vincent Ducrot, der CEO der Schweizerischen Bundesbahnen, verteidigt erneut den Spitzenplatz im CEO-Image-Ranking. Sein Unternehmensmanagement wird gelobt, Aussagen zum Homeoffice stoßen aber auf geteiltes Echo.
  • ABB-Chef Björn Rosengren verbessert sich auf Platz zwei. Die Märkte honorieren den Konzernumbau unter seiner Leitung. Philipp Wyss (Coop) rangiert neu auf dem dritten Platz – und präsentiert sich als Retter einer Biosennerei.
  • Dank mehrerer Neu- und Wiedereinsteiger werden die Karten im Ranking neu gemischt. Die Manager auf den unteren Plätzen sehen sich allerdings vereinzelt Kritik ausgesetzt.

Im dritten Quartal in Folge positioniert sich Vincent Ducrot, Chef der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), ganz oben im CEO-Image-Ranking, das in der SonntagsZeitung veröffentlicht wurde. Für die Liste hat UNICEPTA die mediale Präsenz der CEOs aller Schweizer Unternehmen im SMI sowie von Coop, Glencore, Migros, SBB und der Schweizerischen Post analysiert. Vincent Ducrot, der seit April 2020 als CEO der staatlichen Eisenbahngesellschaft fungiert, kann auf eine positive Bilanz seiner bisherigen Amtszeit zurückblicken. Die NZZ am Sonntag erinnert daran, dass in der Vergangenheit Planungsfehler zu einem Engpass bei Lokomotivführern geführt hätten. Konzernchef Ducrot sei seit seinem Amtsantritt in die Restrukturierungsoffensive gegangen. „Das zahlt sich allmählich aus“, schreibt das Blatt und titelt: „Vom Mangel an SBB-Lokführern zum Überbestand“. Vereinzelt Kritik erfährt der Bahnchef durch seine Einstellung zum pandemiebedingten Homeoffice. Mitarbeiter, die weltweit im Homeoffice arbeiten, seien ineffizient geworden, zitiert die NZZ am Sonntag Ducrot. So müssten mittlerweile alle Bähnler wieder von der Schweiz aus der Heimarbeit nachgehen.

 

Björn Rosengren (ABB) zurück auf dem Siegertreppchen, Philipp Wyss (Coop) steigt neu ein

Mit dem zweiten Platz schafft es Björn Rosengren, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB, zurück auf das Siegertreppchen. Die Zahlen stimmen, der Aktienkurs entwickelt sich gut – „immer mehr honorieren die Märkte den Konzernumbau des seit März 2020 amtierenden CEOs Björn Rosengren“, so das Handelsblatt. Auch Finanz und Wirtschaft sieht den Manager auf einem guten Weg, „ABB in eine wendige und profitablere Industriegruppe zu transformieren.“ Unter seiner Führung gehe der Energie- und Automatisierungstechnikkonzern einen ähnlichen Weg wie die deutsche Wettbewerberin Siemens.

Komplettiert wird die Top 3 von Coop-Chef Philipp Wyss, der die Geschicke des Konzerns seit Mai 2021 leitet. Mit einer Spende in Höhe von 700.000 Franken trug der Großverteiler dazu bei, den Fortbestand einer Biosennerei in Vals (Graubünden) zu sichern. Darüber hinaus ist die Positionierung des neuen Coop-Spitzenmanagers aber noch ausbaufähig; ihm gelang nur knapp der Sprung über die Hürde zur erforderlichen Medienpräsenz, um im Ranking vertreten zu sein.

Lonza-CEO feiert Wachstum aller Divisionen, Post-Chef erhöht Brief-Porto

Einen Platz gut macht Nestlé-CEO Ulf Mark Schneider, der auf dem vierten Rang landet. Er leite den Nahrungsmittelkonzern „mit einigem Erfolg“ so Le Temps. Den fünften Platz teilen sich Pierre-Alain Ruffieux (Lonza) und Roberto Cirillo (Schweizer Post). Ruffieux musste im laufenden Jahr die Abspaltung der Chemiesparte LSI abschließen und anschließend das rasante Wachstum des verbliebenen Pharmageschäfts bewältigen. „Er zeigt sich erfreut, dass im ersten Halbjahr alle vier Divisionen kräftig gewachsen sind“, schreibt Finanz und Wirtschaft. Post-Chef Cirillo dagegen hat etwas geschafft, woran mehrere seiner Vorgänger bei den Behörden gescheitert sind: die Erhöhung der Briefpreise. Erstmals seit 2004 konnte ein Post-Manager wieder das Porto anheben. Die Luzerner Zeitung stellt das unter dem Titel „Briefmarken-Revolution“ als persönlichen Erfolg von Cirillo heraus.

Mario Greco, Konzernchef der Zurich Insurance, schafft nach dem dritten Quartal den Wiedereinstieg ins Ranking und sichert sich den siebten Platz. Die SonntagsZeitung hebt vor, dass es bei dem Versicherer rund laufe. Mit „zusätzlichen Kunden, höheren Absatzpreisen, mehr Geschäftsvolumina, kräftigeren Gewinnmargen“ verfolge Greco die Ambition, den Gewinn je Aktie zu steigern.

Die weiteren Plätze belegen Fabrice Zumbrunnen (Migros, Platz acht) und Gary Nagle (Platz neun), seit Juli neuer CEO von Glencore und somit Neueinsteiger im CEO-Image-Ranking von UNICEPTA. Den Abschluss der Liste bildet Thomas Gottstein (Platz zehn). Der Chef der krisengeschüttelten Bank Credit Suisse genieße das Vertrauen von Verwaltungsratspräsident António Horta-Osório, so die Basler Zeitung. Das Handelsblatt urteilt, dass „die Credit Suisse direkten Schaden von Vorstandschef Thomas Gottstein abwenden“ konnte und beschreibt treffend, womit das Finanzhaus momentan gut zu tun hat: „kommunikative Schwerstarbeit“.

 

Für das CEO-Image-Ranking der SonntagsZeitung wertete UNICEPTA 973 Beiträge aus, die von Januar bis September 2021 in schweizerischen Leitmedien sowie dem Spiegel, der FAZ, dem Handelsblatt, der New York Times, dem Wall Street Journal und dem Economist erschienen sind. Das Ranking basiert auf Ergebnissen aus dem UNICEPTA „SMI-Benchmark“. Mit diesem erfasst der Anbieter für Media & Data Intelligence kontinuierlich die mediale Präsenz aller SMI-CEOs (plus Schweizerische Post, SBB, Coop, Glencore und Migros) sowie die Tonalität der Medien-Berichterstattung.

Über UNICEPTA

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